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Wirtschaftliches Umfeld.

Positive Entwicklung 2010 // Leicht nachlassende Dynamik 2011
Entwicklung der Weltwirtschaft.
Im Jahr 2010 erholte sich die Weltwirtschaft weiter – dank des anziehenden Welthandels und der expansiven Geld- und Fiskalpolitik der führenden Wirtschaftsnationen. Während sie 2009 noch um 1 % schrumpfte, ist sie laut OECD-Prognose im Jahr 2010 voraussichtlich um 4,5 % gewachsen. Vor allem im ersten Halbjahr 2010 ist die Weltwirtschaftsleistung deutlich kräftiger gestiegen als noch vor einem Jahr prognostiziert. Allerdings ließ das Tempo dieser Erholung gegen Ende des Jahres 2010 leicht nach. Gründe dafür sind u.a., dass die Konjunkturmaßnahmen in den Industrieländern teilweise ausliefen und so die davon ausgehenden Anschubeffekte nachließen; diese konnten noch nicht vollständig durch eine selbsttragende Wachstumsdynamik abgelöst werden.
Wachstumslokomotive 2010 waren mit rund 70 % Anteil am globalen Wachstum die Schwellenländer. In den meisten Industrieländern verlief nach den Prognosen der OECD und ersten Schätzungen der wirtschaft-liche Aufschwung spürbar moderater und zunehmend unterschiedlich: Deutschland, Konjunkturmotor der Europäischen Union, wuchs im Berichtsjahr um 3,6 %, deutlich mehr als die 1,7 % Wachstumsrate der Länder des Euroraums. Nach einem guten Start konnte die US-Wirtschaft verhalten zulegen. Mit 2,8 % lag das Wachstum historisch gesehen auf einem relativ moderaten Niveau. Auch die Kernländer unseres operativen Segments Europa gaben kein einheitliches Bild ab: Polen, die Slowakei und die Tschechische Republik zeigen recht gute Wachstumsraten von 2,5 bis 4,5 %, während die Volkswirtschaften in Griechenland, Rumänien und Kroatien um 2 bis 4 % gegenüber dem Vorjahr schrumpften. Die Niederlande, Österreich und Ungarn wuchsen moderat um 1 bis 2 %.
Auch die Bedingungen an den Arbeitsmärkten entwickelten sich im Laufe des Jahres 2010 zunehmend ungleich. Sehr positiv entwickelte sich der Arbeitsmarkt in Deutschland. Das lag vor allem an der flexiblen Arbeitsmarktpolitik in Form von Kurzarbeit sowie dem abermals starken Export. Die Arbeitslosenquote sank bis zum Jahresende auf 7,2 %. In vielen anderen westlichen Industrienationen und Kernländern der Deutschen Telekom liegt sie aber immer noch nahe ihrer Höchststände des Krisenjahres 2009. In den USA blieb die Arbeitslosenquote auf einem hohen Niveau von 9,4 %. Zudem ist speziell in den Ländern mit hoher Staatsverschuldung und damit verbundenen Sparprogrammen und fiskalpolitischen Maßnahmen eine größere Beeinträchtigung der Volkswirtschaft und somit auch eine höhere Arbeitslosigkeit festzustellen.
Telekommunikationsmarkt.
Unser Geschäft war im Berichtsjahr geprägt von intensivem Wettbewerb, sich weiter verschärfenden regulatorischen Eingriffen und damit einhergehendem weiteren Preisverfall.
In unseren meisten Kernmärkten konnten die anziehende Weltkonjunktur und die leicht steigende Konsumneigung das Geschäftsumfeld nur leicht stützen, ohne jedoch große Impulse zu setzen. In Ländern mit nach wie vor sinkender Kaufkraft war ein negativer bzw. weiterhin bremsender Effekt sichtbar. Aufgrund des in einzelnen Ländern hohen Drucks zur Konsolidierung der Staatsfinanzen kam es in 2010 vereinzelt zu Steuererhöhungen bzw. neuen Steuern für Telekommunikationsunternehmen. Diese belasteten sowohl den Konsum als auch die Telekommunikationsunternehmen. Im Bereich der Telekommunikation werden die süd- und osteuropäischen Märkte auch 2011 von der Wirtschaftskrise geprägt sein. In einigen Ländern werden die Regierungen versuchen, durch fiskalpolitische Eingriffe ihre Finanzsituation zu verbessern.
Deutschland.
Der Gesamtumsatz aus Telekommunikationsdiensten sank 2010 in Deutschland um mehr als 1 % auf ca. 61 Mrd. €. Die Umsätze im Festnetz-Markt gingen in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % zurück. Der Mobilfunk-Markt konnte diesen Rückgang mit einem leichten Gesamtumsatzplus von 0,8 % teilweise kompensieren.
Für Telekommunikationsdienstleistungen insgesamt (Festnetz und Mobilfunk) sanken im Berichtsjahr die Preise um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr. Für Dienstleistungen im Festnetz und Internet sanken die Preise um 1,8 %, für mobile Sprach- und Datenverbindungen um 2,8 %.

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